Winke Winke Babygum

Für die älteren in der Szene dürfte Babygum sicherlich noch ein Begriff sein. Die 100. Ausgabe des gleichnamigen Magazins ist nun im LangeVerlag erschienen. Wer das Magazin bisher noch nicht kennt, muss allerdings jetzt schnell sein, den das Magazin wird leider eingestellt.

Schuld ist aber nicht nur der harte Lockdown, der durch Corona eingeführt wurde. Das allgemeine Interesse an Babygum sinkt kontinuierlich. Die Abonnenten schwinden – meist aus Altersgründen, wie Kathrin Lange seinen Leser im aktuellen Heft erklärt. In dem Magazin fanden vor allem Leserbriefe, Erfahrungsberichte und Geschichten Gehör. Ach ja, Bilder gab es auch. Lange waren diese in Schwarz/Weiß gehalten.

Das Internet hat Babygum nun den letzten Rest gegeben. Blogs und vor allem Communitys haben die nicht mehr so zeitgemäßen Leserbriefe abgelöst. Bilder findet man mittlerweile haufenweise und sogar schon lange farbig im Internet. Dies meist kostenlos.

Schuld ist aber nicht nur das Internet. Durch das Corona-Virus sterben immer weitere Sexshops, was auch eine Verbreitung des Babygum erschwert. Zudem ist der Windelfetisch in der breiten Öffentlichkeit nicht so vertreten, wie beispielsweise andere Fetische.

Angefangen hat alles in den 90er Jahren. Neben den Gummimagazin “GUM” entstand eine Sonderausgabe Babygum. Am Anfang noch verunsichert, ob ein Magazin, speziell für Adult Babys und Windelliebhaber angenommen wird. Die Nachfrage nahm überraschend zu. Ausgerechnet die Kette Beate Uhse bestellte 100 weitere Ausgaben.

Das war die Geburtsstunde von Babygum. Bis heute konnte man für 13,50 Euro Babygum in gut sortierte Erotikfachgeschäfte erwerben. Neben Babydoll war es das einzige Magazin, was man öffentlich kaufen konnte. Nach 49 Jahren wird das Heft traurigerweise eingestellt und es wird eine riesige Lücke in der deutschen ABDL-Szene reißen.

Wer weiterhin ein gedrucktes Heft in den Händen halten möchte, sollte sich Adultbaby Dreamer vom AB-Versand anschauen. Dies kam als eine Kopie von Babygum sehen. Ebenfalls findet man dort Leserbriefe, Geschichten und Fotos. Auch dies ist für 13,50 Euro in Erotikfachgeschäft erhältlich und muss nicht zwingend online bestellt werden. Aber auch dies kommt an den Hochglanzaufnahmen von Babydoll nicht ran.

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