Pampers

Pampers ist einer der führenden Hersteller für Babywindeln und ist die bekannteste Windelmarke für die Säuglingspflege. Der Hersteller gehört zur Unternehmensgruppe Procter & Gamble. Im 20. Jahrhundert wurde die Einwegwindel durch Pampers im Westen populär und löste die Stoffwindel ab.

Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1950 von amerikanischer Chemieingenieur Victor Mills, der während seiner Tätigkeit für Procter & Gamble durch die Erfindung der Einmalwindel die Kinderpflege revolutionierte. Seine Enkelkinder dienten früher als Versuchspersonen. Übersetzt heißt Pamper verwöhnen. Der Name wurde von der Werbeagentur Benton & Bowles, Alfred Goldman entworfen. Das war die Geburtsstunde von Pampers.

Nachdem Victor Mills den Vorstand von der Einwegwindel überzeugen konnte und zahlreiche Verbrauchertests durchgeführt und ausgewertet waren, ging das erste Produkt 1959 in die maschinelle Produktion. Zuvor wurden 37.000 Windeln für den Testmarkt in Handarbeit produktziert.

Zehn Jahre später eroberte die Windel Kaufhäuser, Supermärte und Drogerien im ganzen Land. Da Einwegwindeln noch recht unbekannt waren, wusste noch niemand, wo man Pampers einsortieren sollte. Die Windeln fanden sich bei Lebensmitteln, Papierwaren und sogar in der Medikamentenabteilung. Heute findet man diese in der Babyabteilung.

Ein weiterer Meilenstein gelang Pampers in den 70er Jahre. Die klassischen Nadeln die Windeln zusammengehalten, wurde durch Klebetaps abgelöst. Zudem kamen mit der Pampers Toddler Size, Extra Absorbent Daytime, Improved Newborn, Quilted Pampers und Premature Infant weitere Produkte auf dem Markt.

Neben der Einführung von Vorteilspacks wurde in den 80er Jahre die erste dünne Windel aus saugfähigem Geliermaterial mit elastischem Beinabschluss, Laschen und weicherem Innenmaterial in die Läden. Mit der Pampers Ultra Dry Thins war es dem Hersteller in den 90er gelungen, die Feuchtigkeit in den Saugkörper zogen und konnte mehr Flüssigkeit aufnehmen, dabei wurde auch erstmals Superabsorber verwendet, der die Windel um einiges saugstärker machte.

1995 wurde die klassische Windel mit Außenfolie von der textilähnlichen Oberfläche (Cotton-Feel) ersetzt. Die Haut wurde trotz Windel atmungsaktiver. Die neue Oberfläche hatte auch den Vorteil, dass sich die Klettverschlusstaps mehrmals öffnen und schließen lassen.

Wir schreiben das Jahr 2001. Mit der Pampers Easy-up-Pants wurde die erste Höschenwindel im Handel eingeführt. Die Windel hat den Vorteil, unkompliziert mit dem Kind das Töpfchentraining zu üben, da diese wie eine normale Unterhose an- und ausziehen kann. Auch diese Windel ist in mehreren Größen erhältlich.

Rund 3 Jahre später also 2003 feierte Pampers sein 30. bestehen in Deutschland. Seitdem wird die klassische Windel von Pampers in Bad-Schwalbach kontinuierlich weiterentwickelt. Eltern unterstützen das Unternehmen mit Tests, um die Windel weiter zu verbessern. Die Windel ist allerdings nicht nur bei den Eltern beliebt – sondern auch von Sammeln, die für alte Babywindeln mehrere Hundert Euro springen lassen.

Zu den gängigsten Produkten gehört die Pampers Baby Dry und Pampers Active Fit, die bis zu einer Größe von 6+ angeboten wird. Pampers bewirbt die Windel mit „Bis zu 12 Stunden Trockenheit“. Dank der dehnbaren Bündchen ist diese auch bei Windelliebhabern und Erwachsenenbabys recht beliebt.

Mit der Markteinführung der Pampers Underjams richtet sich das Produkt überwiegen an ältere
Kinder mit Bettnässen. Dabei werden zwei Größen bis zu einem empfohlenen Alter von 12 Jahren angeboten. Windeltechnisch handelt es sich bei der Underjams um eine Höschenwindel.