Ehepaar bekommt Millionensumme wegen Babypuder

Die Verwendung von Babypuder gilt wegen des Stoffes Talkum für sehr umstritten. Nach einer Studie kann man an Lugen- und Eierstockkrebs erkranken. Ein amerikanisches Ehepaar verwendet seit der Geburt an – also rund 30 Jahre, dass Babypuder von Johnson & Johnson, sie erkrankten beide an Krebs und verklagte das Unternehmen.

Laut einem Bericht des CNN zufolge, erhält das Ehepaar rund 37 Millionen Dollar Schadensersatz. Dies hat die Jury in New Jersey entschieden. Vor Gericht legte der Kläger dar, das sich durch das Einatmen des Puders die tödliche Krebsform „Mesotheliom“ in seiner Luge entwickelt habe. Das besonders das Einatmen von Babypuder gefährlich sein kann, ist eigentlich seit der Studie des amerikanischen Radiologen Dr. Michael Huncharek bekannt.

Laut den Anwälten ist das auf den enthaltenen Talk zurückzuführen, der oftmals mit den Mineralen zusammen lagere, die für die Herstellung des gesundheitsschädlichen Baustoffs Asbest verwendet werde. Der Hersteller habe über die Risiken seines Produktes nicht genügend auf der Verpackung informiert, so die Begründung vor Gericht. Allerdings behauptet dagegen Johnson & Johnson, dass seine Produkte frei von Asbest seien. In USA ist dies seit 1970 vorgeschrieben und wird seitdem eingehalten.

In der kommenden Woche wird die Jury den Prozess abschießen. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, muss das Unternehmen rund 70 Prozent der Kosten übernehmen, den anderen Anteil muss voraussichtlich der Talk-Hersteller tragen. Ähnliche Klagen laufen derzeit auch bei anderen US-Gerichten. Wer lieber auf Nummer sicher gehen will, sollte lieber Wundschutzcreme anstatt Babypuder verwenden. Zu der Firmengruppe gehört auch die Marke Penaten. Beide Krebsarten können tödlich sein.

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