Babysitter wanted

Ein Baby sehnt sich nach Geborgenheit und Nähe. Jemanden der mit einem Spielt, gestillt wird und die Windel wechselt. Dies gilt natürlich auch fürs Adult Baby oder Adult Child. Wie schön wäre es eine liebevolle Mami an seine Seite zu haben, am besten noch die eigene Partnerin, die die Vorliebe unterstützt und die Elternrolle übernimmt.

Die suche nach einer Mami oder Babysitterin geschaltete sich jedoch auch im 21. Jahrhundert durch aus als schwierig. Daran liegt es wahrscheinlich nicht unbedingt, dass es zu wenig Mamis in der Szene gibt. Sondern, dass die meisten Babys die Altersgrenze schon überschritten haben. Vor allem junge Adult Babys zwischen 18 und 25 werden überwiegend gesucht. Von Vorteil ist es, wenn man weiblich ist.

Nicht destotrotz sollte man die Suche nicht aufgeben und seinen Fetisch nicht allein ausleben. Die deutsche ABDL-Szene ist natürlich recht spröde. Treffen werden kurzfristig abgesagt oder erscheinen einfach nicht. Auch in den zahlreichen ABDL-Communitys erleichtern die Suche nicht grade. Bietet Amerika vielleicht bessere Chancen eine offenherzige Mami zu finden?

Ich habe mit zahlreichen Mommys gesprochen die nach einem Baby (18+) suchen. Dafür bietet sich vor allem die Social Mediaplattform Instagram an. Die seit einigen Jahren zu Facebook gehört. Ich habe mir dort ein schönes Profil angelegt und Bilder von mir hochgeladen. Es dauert nicht lange, da wird man von den ersten Mommys angeschrieben. Der englisch Sprachte sollte man mächtig sein oder Google Translate benutzen.

Man bespricht welche Wünsche und Vorlieben man hat. Klar für viele ist die USA zu weit. Aber nicht unerreichbar. Man kann schließlich nie wissen, wo die Liebe später hinführt. Amerikaner gelten ohnehin als sehr offenherzig, freundlich und tolerant. Ein versuch ist es doch Wert. Oder nicht? Zumindest kann man sich schon mal austauschen und kennenlernen. Viele Vorstellungen hören sich echt nicht schlecht an. Manche Mamis sehen sogar recht vorzeigbar aus.

Viele Mamis verlangen jedoch, dass man 24/7 ein Baby ist. Ein normales Leben wird man nicht mehr haben, dafür eine ewige schöne Kindheit. Die Mami kümmert sich ausschließlich um das kleine und verletzliche Adult Baby. Klingt zu schön, um wahr zu sein. Natürlich gibt es Regeln, wie ein Toilettenverbot, nach Alter auch Rede- und Laufverbot. Auf das geliebte Smartphone und Computer muss man hingegen verzichten.

Dafür bekommt man Babyspielzeuge und schläft in einem richtigen Kinderzimmer mit Gitterbett und Wickeltisch. Für viele Adult Babys ist ein wahrer Traum. Doch was sich alles so schön anhört und vielleicht direkt zu seiner Wunschmami umziehen möchte hat das ganze natürlich auch seine Schattenseiten. Vielleicht steckt sogar System dahinter Adult Babys auszunutzen.

Den es geht bei den sogenannten Mommys schnell ums Geld. Schon nach wenigen Stunden, möchte die Mami Geld von dir haben. Entweder in Form von Gutscheinen, Handykarten oder sogar Bargeld. Das soll man möglichst schnell via PayPal oder andere Zahlungsdienst überweisen. Manche sind recht hartnäckig. Aber Geld für was?

Die Ausreden sind recht vielfältig und recht kreativ sogar. Einige jedoch auch wahrscheinlich strafbar. Im ersten Fall wollte mich ein Daddy in seine Familie aufnehmen. Ich sollte mit seinem vier Töchtern im Alter von 1 bis 21 Jahren in einem Haus nach Virginia ziehen. Er wird mich neben seiner jüngsten Tochter, zum Baby erziehen. Auch der Rest der Familie hätte kein großes Problem damit gehabt, ein großes Baby zu „adoptieren“.

Ich wurde schnell um einen gefallen gebeten. Er brauchte dringend für die jüngste Tochter neue Babywindeln. Ich sollte ihn schnell rund 60 Dollar überweisen, dass er noch in den Supermarkt gehen konnte. Obwohl ich recht offenherzig und spendabel bin, wurde ich misstrauisch. Doch schnell stellte sich das ganze als Fake heraus. Das Bild von seiner angeblich 16-jährigen Tochter war ein junger amerikanischer Pornostar. Statt 16 war die junge Dame bereits 18. Eine junge Frau zum Verlieben, mit der man durchaus zusammenspielen würde.

Auch weitere potenzielle Mamis wollten leider nur schnell ans Geld. Doch der aktuelle Fall brachte das ganze Fass zum Überlaufen. Man kann schon von Kriminelle Energie sprechen. Eine Babysitterin aus Karlsruhe, die sich überwiegend um die Pflege und Erziehung von Adult Babys spezialisiert hat, bot seine Dienste gegen ein Taschengeld an. Schnell merkt man jedoch der Dienst ist nicht grade günstig, dennoch um Längen günstiger als eine professionelle ABDL-Mami. Sie wollte 200 Euro für 6 Stunden haben. Das Ganze sollte in der eigenen Wohnung stattfinden.

Die Hälfte sollte man schon im Vorfeld in Form eines Amazon-Gutscheins schicken, damit sie einen Termin für dich buchen kann. Nach langen und liebevollen Chats stellte sich auch das als Fake heraus. Einer anderen Person sagte sie am gleichen Tag, dass sie in München wohnte. Sie wählt wahrscheinlich geschickt einen Wohnort in der Nähe des Opfers aus, um so an Geld für ein potenzielles Treffen (was es womöglich nicht gibt) zu kommen.

Sind auf Instagram also nur Fake-Mamis unterwegs? Wahrscheinlich nicht, es ist jedoch sehr schwer diese von einer richtigen Mami zu unterscheiden. Man sollte niemals Geld an einer Person schicken, die man nicht persönlich kennt. Eine Garantie das Geld über PayPal und Co später zurückzubekommen sieht eher schlecht aus. Auch eine Anzeige bei der Polizei ohne persönliche Daten und Wohnort dürfte erfolglos sein.

Wie kann man sich schützen? Ja, telefoniere vorher mit der Person. Am besten Videotelefonie. Man sollte die potenzielle Mami auch vorher persönlich kennenlernen. Viele Mamis die eventuell kein Geld verlangen, entspricht das Profilbild nicht überein, wie die Person in Wirklichkeit aussieht. Hinterfrage mehrfach für was das Geld sein soll. Am besten die Person auf der jeweiligen Plattform blockieren. Persönliche Daten und Handynummer nicht jedem auf Anhieb geben. Schon gar nicht die Bankverbindung.

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